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Freitag, November 18, 2005

Filmfestivaltip: Cineasia in Köln

Hier ein Tipp für die Freunde des asiatischen Kinos! Vom 7.-11.12.05 ist es wieder soweit, die Veranstalter des Cineasiafestivals versorgen uns mit den neusten Schmankerln aus dem Siedepot Asien. Auch in der fünften Auflage werden wider spannende, kuriose und wilde Film teils in europäischer Erstaufführung in Köln präsentiert.

Link: http://www.cineasia-filmfestival.de/

Seit dem ich das Festival vor 3 Jahren für mich entdeckte, habe ich dort schon einige sehr coole Filme gesehen. Nicht nur die Qualität ist dabei wichtig, dies ist auch einer der wenigen Chancen diese überhaupt jemals zu sehen. So zum Beispiel habe ich die Filme "Ride" oder der ersten Version von "Juon"(*1) noch nicht auf DVD gefunden. Letztes Jahr habe ich dort nicht nur den neuen Film Steamboy von Manga und Anime Genie Katsuhiro Otomo (*2) gesehen, sondern auch den schon im Post zu den Musthave Filmempfehlungen genannten Casshern. Den habe ich mir daraufhin schnellstmöglich auf DVD gekauft. Leider gibt es den noch nicht als deutsche DVD, aber wer Englisch kann sollte sich unbedingt die japanische Version kaufen (Original mit englischen Untertiteln).

Auch dieses Jahr gibt es wieder ein wilde Mischung aus Genres und Ländern, wo für jeden was dabei ist.

So zum Beispiel der Film CitizenDog, den ich das Vergnügen hatte schon sehen zu dürfen. Der Film ist schwer zu beschreiben, da er ein wilder Mix aus verschiedene Genres und visuellen Stilmitteln ist. Im Kern eine Geschichte über eine unerfüllte Liebe und eine Entwicklungsgeschichte, kann man in der knalligbunten Blüte, "Farbnuancen" von Geistern, Reinkarnation, Bollywoodfilmen, Musical, Comedy und Hundeschwänzen finden. Die Bilder wirklich beeindruckend. Auch wenn der Vergleich vielleicht einige Leute abschrecken sollte, so kann man, um überhaupt einen kleinen Eindruck zu geben, als Vergleichsparameter den Film "Die Wunderbare Welt der Amelie" heranziehen. Die visuellen und erzählerischen Stilmittel ähneln diesem Film. Aber keine Angst, inhaltlich dreht Citizen Dog aber noch stärker ab und überrascht mit immer neuen verrückten, lustigen, "lynchigen" Einfällen.
Ich muss mit Sicherheit noch an meinen Kritikerfähigkeiten arbeiten, aber kurz gesagt der Film ist wirklich super und entlässt einen mit einem guten Gefühl und einem musikalischen Ohrwurm der einem noch lange bleibt.

Also schaut am 7.-11.12.05 bei einer der Vorführungen vorbei, hab Spaß und unterstützt gleichzeitig ein Filmfestival, dass uns mit Filmstoff abseits der ausgetretenen Blockbusterpfade versorgt.

Bilder und Trailer zu finden zum Beispiel unter:
http://filmtagebuch.blogger.de/stories/236407/

(*1) Damit ist nicht die erste (japanische) Kinofilminstallation
Juon -The Grudge gemeint, sondern das Videofeature (Gedreht fürs Fernsehen). Das ist wie der Name schon sagt auf Video gedreht und dementsprechend von der visuellen Qualität weniger aufwendig als die Kinoversion, erhält durch die "Amateurkamera" aber auch einen viel realeren Kick und ist gerade dadurch meiner Meinung nach noch effektvoller als der japanischen Kinofilm, ganz zu schweigen von dem amerikanischen Remake, was trotz des gleichen Regisseurs und gleicher inhalticher Schocks, gerade wegen der Professionalität (Computereffekte) und richtiger Schauspieler nicht im geringsten mit der Wirkung der Originale mithalten kann.

(*2)
(Zeichner des Comics Akira und Regisseurs der gleichnamigen Verfilmung)